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Fakten statt Polemik. Aufklärung über radikalen Tierschutz.

Kritisch. Fundiert. Unabhängig.Hintergrundanalysen und aktuelle Entwicklungen.

Zoo & Zirkus

Kategorie: Zoo & Zirkus

  • Sumatra-Tiger-Nachwuchs im Krefelder Zoo

    Sumatra-Tiger-Nachwuchs im Krefelder Zoo

    Im Krefelder Zoo ist am 7. Juni ein Sumatra-Tiger zur Welt gekommen. Von den drei Jungtieren überlebte nur ein Kater: Eines starb kurz nach der Geburt, bei einem weiteren wurde ein Herzfehler festgestellt. Weil es nicht lebensfähig war, entschieden sich Tierpfleger und Zootierärztinnen für eine Einschläferung.

    Mau versorgt den verbliebenen Jungtiger

    Die Tigerin Mau kümmert sich intensiv um ihren Nachwuchs. Der junge Kater nimmt inzwischen feste Nahrung zu sich und wiegt rund 13 Kilogramm. In den ersten Lebensmonaten blieb er mit seiner Mutter hinter den Kulissen.

    In den kommenden Tagen soll er erstmals die Wurfhöhle und den rückwärtigen Bereich des Tigerhauses verlassen. Danach könnte er zeitweise auf der für Besucher einsehbaren Außenanlage zu sehen sein. Einen festen Zeitpunkt gibt es dafür nicht: Wie lange der Jungtiger draußen bleibt, hängt vom Verhalten von Mau und ihrem Nachwuchs ab. Besucher benötigen deshalb zunächst etwas Glück, um ihn beobachten zu können.

    Die Entwicklung wird engmaschig veterinärmedizinisch kontrolliert. Der Kater wird regelmäßig gewogen, untersucht und erhält die notwendigen Impfungen. Bei Behandlungen zeigt er sich nach Angaben des Zoos ruhig und kooperativ, versteckt sich vor den Tierpflegern aber offenbar weiterhin gern.

    Zweiter Zuchterfolg des Tigerpaares

    Für Mau ist der aktuelle Wurf der zweite Zuchterfolg mit dem Kater Leopold. Das Paar war zwischen dem 25. Februar und dem 1. März zusammengeführt worden. Bereits im November 2022 hatte Mau drei Jungtiere geboren, von denen sich zwei gut entwickelten. Diese beiden Tiere wurden 2024 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an Zoos in Irland und Frankreich vermittelt.

    Die Verbindung der beiden Tiger verlief anfangs nicht problemlos. Mau reagierte zunächst abweisend auf Leopold, der aus dem Naturzoo Rheine nach Krefeld kam. Erst nach mehreren Annäherungen entwickelte sich das Paar zu einer erfolgreichen Zuchtgemeinschaft.

    Nachwuchs als Teil der Reservepopulation

    Sumatra-Tiger gehören zu den hochgradig bedrohten Großkatzen. Nachzuchten in Zoos werden deshalb im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm zwischen den Einrichtungen abgestimmt, damit eine Reservepopulation erhalten bleibt.

    Der Krefelder Zoo beteiligt sich mit der Zucht am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Für die unmittelbaren Besucher ist zunächst entscheidend, ob der junge Kater gesund weiterwächst und sich schrittweise an die Außenanlage gewöhnt. Der junge Kater soll in den kommenden Tagen erstmals die Außenanlage erkunden.

  • Lange Zoonacht im Zoo Stralsund: Polarwolf-Nachwuchs bekommt seinen Namen

    Lange Zoonacht im Zoo Stralsund: Polarwolf-Nachwuchs bekommt seinen Namen

    Am Samstag, 19. September 2026, wird es im Zoo Stralsund besonders spannend: Bei der Langen Zoonacht erhält der junge Polarwolf um 16:45 Uhr auf der Festwiese offiziell seinen Namen. Der Zoo öffnet für das Familienprogramm von 16:00 bis 20:00 Uhr und verbindet Tierpräsentationen mit Musik, Geschichten und Angeboten rund um die Mahnkesche Mühle.

    Namensgebung als Höhepunkt des Abends

    Den Auftakt bildet um 16:00 Uhr eine Tiershow auf der Festwiese. Eine Dreiviertelstunde später folgt dort die Namensgebung des Polarwolf-Nachwuchses. Nach Angaben des Zoos wurden zuvor zahlreiche Vorschläge für den Namen gesammelt; bei der Veranstaltung soll das Ergebnis öffentlich bekannt gegeben werden.

    Für Besucher bietet der Termin damit mehr als einen gewöhnlichen Zoobesuch: Die Namensgebung schafft einen klaren gemeinsamen Programmpunkt, während die Anlagen und Tierbereiche anschließend weiter im Mittelpunkt stehen. Von 17:00 bis 19:00 Uhr informiert außerdem ein Tierinfostand auf der Festwiese über die Bewohner des Zoos.

    Haustierparade und Fütterungen

    Um 17:00 Uhr führt das Programm über den Mühlenpfad zur Mahnkeschen Mühle. Dort ist eine Brotverkostung vorgesehen. Eine halbe Stunde später zieht eine Haustierparade mit Pferden, Eseln, Alpakas, Lamas und Trampeltieren an der Mühle vorbei.

    Besonders tiernah wird es um 18:00 Uhr: Dann stehen öffentliche Fütterungen an der Polarwolf- und an der Löwenanlage auf dem Programm. Besucher können sich dabei zwischen den beiden Angeboten entscheiden. Für Kinder gibt es parallel von 17:00 bis 20:00 Uhr Gute-Nacht-Geschichten am Tipi.

    Feuerstellen, Stockbrot und Musik

    Mit Beginn der Dämmerung werden auf der Festwiese Feuerstellen entzündet. Familien können dort Stockbrot zubereiten und den Zoobesuch in abendlicher Atmosphäre ausklingen lassen. Ab 19:00 Uhr begleitet die Stralsunder Stadtwache das Programm musikalisch.

    Die Veranstaltung endet um 20:00 Uhr. Der Zoo Stralsund setzt bei der diesjährigen Zoonacht einen klaren Schwerpunkt auf den Nachwuchs bei den Polarwölfen. Weitere Informationen zu den Angeboten des Zoos finden Besucher im Veranstaltungskalender des Zoo Stralsund.

    Quellen

  • Therapie trifft Abenteuer: forKIDS-Sommerprojektwochen verbinden Bewegung und Spiel

    Therapie trifft Abenteuer: forKIDS-Sommerprojektwochen verbinden Bewegung und Spiel

    Die forKIDS-Therapiezentren des Diakoniewerks haben Kindern in Tirol mit Sommerprojektwochen Abwechslung vom gewohnten Therapiealltag geboten. Auf dem Programm standen unter anderem Zirkus, Klettern, Hippotherapie und Sinnesreisen. Die Aktivitäten sollten den Kindern ermöglichen, Fähigkeiten aus den Einzeltherapien in ungewohnten Situationen praktisch anzuwenden.

    Zirkus, Klettern und Hippotherapie

    In Innsbruck probierten sich die Teilnehmer an zwei Tagen in Zirkusdisziplinen wie Purzelbaum, Pantomime, Hula-Hoop und Jonglieren aus. Nach Angaben des Diakoniewerks standen dabei neben Bewegung auch Aufmerksamkeit, Kreativität und Selbstbewusstsein im Mittelpunkt. Das gemeinsame Training bot den Kindern außerdem Gelegenheit, sich in einer Gruppe zu erleben und eigene Grenzen auf spielerische Weise auszutesten.

    Klettertage in Imst, Zams und Reutte verbanden körperliche Herausforderung mit Konzentration und Koordination. Die Kinder mussten Bewegungen planen, Gleichgewicht halten und ihre Kraft dosieren. In der Hippotherapie kam der direkte Kontakt mit Pferden hinzu.

    In Telfs und Schwaz standen Sinnesreisen, Wahrnehmungsspiele und Bewegungsparcours auf dem Programm. Die unterschiedlichen Angebote wurden an die jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder angepasst. Gerade für Kinder, denen soziale Interaktion schwerfällt, können solche gemeinsamen Aktivitäten eine zusätzliche Übungssituation außerhalb der klassischen Einzelstunde schaffen.

    Kostenloses Therapieangebot, zusätzliche Projekttage durch Spenden

    Das Diakoniewerk betreibt in Tirol neun forKIDS-Therapiezentren und bietet die reguläre Therapie im Auftrag des Landes Tirol und der Sozialversicherungsträger für Familien kostenlos an. Die Sommerprojekttage gehen über diesen üblichen Rahmen hinaus und werden vor allem durch Spenden finanziert. In diesem Jahr unterstützten unter anderem die Serfaus Fiss Ladis Bergbahnen und die Sparkasse Tirol das Programm.

    Auch lokale Kletterhallen halfen bei der Umsetzung: Die Angebote in St. Anton und Imst wurden von den jeweiligen Einrichtungen unterstützt. Damit konnten die Kinder Therapieinhalte in einer Freizeitumgebung erproben, ohne dass für die Familien zusätzliche Teilnahmegebühren anfielen. Ein ähnliches forKIDS-Sommerprojekt in Wörgl verband bereits zuvor Bewegung, Naturerlebnisse und einen Besuch auf einem Pferdehof (Sommerprojekt des forKIDS-Therapiezentrums Wörgl).

    Die Sommerwochen zeigen damit einen praktischen Ansatz: Therapie wird nicht ersetzt, sondern in bewegungsreiche Alltagssituationen übertragen. Für die Kinder bedeutet das mehr als ein Ferienprogramm, weil sie motorische und soziale Fähigkeiten unter neuen Bedingungen festigen können. Möglich wird das zusätzliche Angebot durch das Zusammenspiel der Therapiezentren, örtlicher Partner und privater Unterstützer.

    Quellen

  • Opel-Zoo wird 70: Jubiläum mit neuen Projekten für Nashörner und Elefanten

    Opel-Zoo wird 70: Jubiläum mit neuen Projekten für Nashörner und Elefanten

    Der Opel-Zoo in Kronberg feiert sein 70-jähriges Bestehen. Vom 11. bis 13. September stehen Gespräche mit Tierpflegern, Livemusik und Informationsstände auf dem Programm. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Jahre, denn mit einer neuen Anlage für Panzernashörner und weitere asiatische Tierarten steht eines der größten Projekte der jüngeren Zoogeschichte bevor. Bis 2028 sollen dafür rund 18.000 Quadratmeter umgestaltet werden.

    Vom privaten Tierpark zum modernen Zoo

    Gegründet wurde der Tierpark von Georg von Opel, einem Enkel des Opel-Gründers Adam Opel. Er legte die Anlage unmittelbar an seiner Villa in Kronberg an und ließ 1957 das erste Elefantenhaus errichten. Aus dem ursprünglichen privaten Freigehege entwickelte sich über die Jahrzehnte ein moderner Zoo mit rund 2.000 Tieren aus mehr als 220 Arten. Das 70-jährige Jubiläum markiert damit nicht nur einen runden Geburtstag, sondern auch sieben Jahrzehnte kontinuierlicher Veränderung der Tierhaltung und der Anlagen.

    Eine Besonderheit des Opel-Zoos ist bis heute seine Finanzierung. Nach Angaben von Direktor Thomas Kauffels kommt die Einrichtung ohne laufende öffentliche Finanzierung aus und trägt sich unter anderem durch Eintrittsgelder, Spenden und Erbschaften. Im vergangenen Jahr kamen fast 650.000 Besucher nach Kronberg, womit der Zoo einen neuen Besucherrekord verzeichnete. Für einen privat finanzierten Zoo sind solche Besucherzahlen von besonderer Bedeutung, weil größere Investitionen letztlich aus den selbst erwirtschafteten beziehungsweise eingeworbenen Mitteln finanziert werden müssen.

    Zu den auffälligsten Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte gehören die rund 10.000 Quadratmeter große Afrika-Savanne und die 2013 eröffnete Elefantenanlage. Auf der Savanne leben unter anderem Netzgiraffen, Böhmzebras, Streifengnus und Impalas gemeinsam auf einer weitläufigen Fläche. Mit der jungen Netzgiraffe Mumbi gab es dort in diesem Jahr erneut Nachwuchs. Solche Gemeinschaftsanlagen stehen zugleich exemplarisch für die Entwicklung vieler moderner Zoos, in denen Tierarten zunehmend in größeren und komplexer gestalteten Lebensräumen präsentiert werden.

    Elefantennachwuchs und das Ende der Flusspferdhaltung

    Besondere Aufmerksamkeit erhielt zuletzt Elefantenbaby Kaja, das Ende 2025 geboren wurde. Es war der erste Elefantennachwuchs in Hessen seit 1968 und damit auch für den Opel-Zoo ein außergewöhnliches Ereignis. Rund 13,7 Millionen Euro hatte der Zoo nach eigenen Angaben in seine Elefantenanlage investiert. Der Nachwuchs zeigt dabei auch, welchen langfristigen Charakter solche Investitionen besitzen, denn zwischen Planung, Bau einer Anlage und erfolgreichen Nachzuchten können viele Jahre liegen.

    Bei den Flusspferden hat sich der Opel-Zoo dagegen für einen anderen Weg entschieden. Nachdem die 54 Jahre alte Tana 2014 gestorben war und ihr Partner Max nach Hannover umzog, wurde die Haltung dieser Tierart in Kronberg nicht wieder aufgenommen. Kauffels verweist unter anderem auf den erheblichen technischen und personellen Aufwand, der insbesondere mit der Reinhaltung des Wassers verbunden ist. Nach seinen Angaben produziert ein einzelnes Flusspferd täglich zwischen 70 und 80 Kilogramm Kot, was entsprechend leistungsfähige Anlagen zur Wasseraufbereitung erforderlich macht.

    Dass eine Tierart nach Jahrzehnten aus dem Bestand verschwindet, bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass sich ein Zoo weniger ambitionierte Ziele setzt. Flächen, Technik und finanzielle Mittel können stattdessen für andere Tierarten und neue Haltungskonzepte genutzt werden. Genau dieser Weg ist nun für den bisherigen Bereich der Flusspferde vorgesehen. An deren Stelle sollen künftig Panzernashörner aus Indien sowie weitere asiatische Tierarten treten.

    Rund 21 Millionen Euro für die neue Nashornanlage

    Für das neue Projekt sollen rund 18.000 Quadratmeter des Zoogeländes umgebaut werden. Die veranschlagten Kosten liegen bei knapp 21 Millionen Euro und damit noch einmal deutlich über den Investitionen in die Elefantenanlage. Bis 2028 soll die neue Anlage fertiggestellt sein. Für einen Zoo, der seine Projekte aus privaten Mitteln finanzieren muss, ist das nicht nur eine bauliche, sondern auch eine erhebliche wirtschaftliche Herausforderung.

    Die Größenordnung zeigt zugleich, welcher finanzielle Aufwand hinter dem Umbau moderner zoologischer Anlagen stehen kann. Neue Gehege bestehen längst nicht nur aus einer möglichst großen Fläche, sondern benötigen unter anderem Stallbereiche, Rückzugsmöglichkeiten, technische Infrastruktur, Besucherwege und Einrichtungen für die tägliche Versorgung der Tiere. Gerade große Säugetiere stellen dabei besondere Anforderungen an Planung und Betrieb. Das Nashornprojekt dürfte deshalb wesentlich darüber mitentscheiden, wie sich der Opel-Zoo in den kommenden Jahren weiterentwickelt.

    Wechsel an der Spitze steht 2027 bevor

    Parallel zu den baulichen Veränderungen steht auch personell ein Einschnitt bevor. Thomas Kauffels wird den Opel-Zoo am 31. Juli 2027 verlassen. Der 67-Jährige begann 1977 im Zoo Krefeld eine Ausbildung zum Tierpfleger, studierte anschließend Biologie und arbeitete später im Zoo Wuppertal. Wer ihm in Kronberg nachfolgen wird, steht bislang nicht fest.

    Der Biologe Markus Dietz vom Institut für Tierökologie und Naturbildung bewertet die Entwicklung des Zoos grundsätzlich positiv. Nach seiner Einschätzung verfügten die Tiere in Kronberg bereits vergleichsweise früh über große und moderne Anlagen. Gleichzeitig macht er deutlich, dass sich zoologische Einrichtungen weiter an den Bedürfnissen der gehaltenen Tiere orientieren müssen. Mehr Platz und zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten können dabei auch bedeuten, dass Besucher einzelne Tiere nicht zu jedem Zeitpunkt sehen können.

    Das 70-jährige Jubiläum fällt damit in eine Phase, in der im Opel-Zoo mehrere wichtige Entscheidungen zusammenkommen. Mit der neuen Nashornanlage steht eine Investition von knapp 21 Millionen Euro bevor, während nur ein Jahr zuvor ein Wechsel an der Spitze der Einrichtung erfolgen wird. Entscheidend für die kommenden Jahre wird deshalb weniger der Rückblick auf die vergangenen sieben Jahrzehnte sein als die Frage, wie der privat finanzierte Zoo diese neuen Projekte umsetzt. Die Planungen zeigen jedenfalls, dass in Kronberg nicht nur Jubiläum gefeiert wird, sondern bereits an der nächsten Entwicklungsphase des Zoos gearbeitet wird.

    Quellen

  • „Rivers of Sulawesi“: Neue Tieranlage im Grünen Zoo Wuppertal eröffnet

    „Rivers of Sulawesi“: Neue Tieranlage im Grünen Zoo Wuppertal eröffnet

    Im Grünen Zoo Wuppertal wird am 12. September 2026 die neue Tieranlage „Rivers of Sulawesi“ eröffnet. Auf mehr als 3.300 Quadratmetern entstehen neue Bereiche für Sulawesi-Hirscheber, Asiatische Zwergotter und Bali-Stare. Die offizielle Eröffnung ist für 10 Uhr vorgesehen und schließt ein Bauprojekt ab, das bereits seit 2024 vorbereitet wurde. Für den Zoo ist die neue Anlage dabei nicht nur eine zusätzliche Besucherattraktion, sondern Bestandteil einer größeren Umgestaltung innerhalb des Tierparks.

    Die Anlage befindet sich unterhalb des Alten Vogelhauses und soll mehrere Funktionen miteinander verbinden. Einerseits erhalten bedrohte Tierarten neue und stärker strukturierte Haltungsbereiche, andererseits sollen Besucher mehr über ihre Lebensräume und ihre Gefährdung erfahren. Gleichzeitig schafft der Umzug der Hirscheber Platz für weitere Veränderungen im Zoo, weshalb das Projekt seit Beginn unter dem Motto „Wir schaffen Platz für die Elefanten“ steht. Der Grüne Zoo knüpft damit an seine langfristige Entwicklung an, zu der auch Angebote für Familien und Besucher gehören, über die GERATI bereits im Zusammenhang mit dem Zoo Wuppertal berichtet hat.

    Neue Lebensräume für Sulawesi-Hirscheber

    Im Mittelpunkt der neuen Anlage stehen die Sulawesi-Hirscheber, deren Haltung in Wuppertal neu organisiert wird. Für die Tiere wurden Wasserläufe, Schlammsuhlen und verschiedene Rückzugsbereiche angelegt, die wichtige Elemente ihres natürlichen Verhaltens ermöglichen sollen. Auch ein Innenbereich gehört zur Anlage und kann teilweise von Besuchern eingesehen werden. Dadurch soll nicht nur die Haltung verbessert, sondern zugleich vermittelt werden, wie die Tiere leben und welche Anforderungen sie an ihre Umgebung stellen.

    Sulawesi-Hirscheber gehören zu den bedrohten Tierarten Indonesiens und kommen ursprünglich auf der Insel Sulawesi sowie einigen vorgelagerten Inseln vor. Die Bestände in freier Wildbahn stehen durch Lebensraumverlust, Jagd und weitere Einflüsse unter Druck. Zusätzlich können Tierseuchen für kleine oder bereits geschwächte Populationen ein erhebliches Risiko darstellen. Zoologische Einrichtungen versuchen deshalb, durch koordinierte Haltung und Zucht stabile Reservepopulationen aufzubauen und gleichzeitig Wissen über Biologie, Fortpflanzung und Verhalten dieser Tiere zu erhalten.

    Dass solche Programme tatsächlich Nachwuchs hervorbringen können, zeigt sich auch in anderen deutschen Zoos. Erst im August 2026 berichtete GERATI über Nachwuchs bei Sulawesi-Hirschebern im Kölner Zoo. Solche Zuchterfolge sind nicht nur für die jeweilige Einrichtung relevant, sondern können Bestandteil international koordinierter Erhaltungsprogramme sein. Gerade bei Tierarten, deren natürliche Populationen zurückgehen, kann die Haltung in Zoos deshalb eine zusätzliche Absicherung darstellen.

    Zwergotter und Bali-Stare ergänzen die Anlage

    Neben den Hirschebern gehören Asiatische Zwergotter zum Konzept von „Rivers of Sulawesi“. Bereits während der Planung war vorgesehen, die Hirscheber und Otter in miteinander verbundenen Außen- und Innenbereichen unterzubringen. In älteren Berichten wurden die Tiere teilweise als Kurzkrallenotter bezeichnet, während die aktuelle Eröffnungsankündigung ausdrücklich von Asiatischen Zwergottern spricht. Dabei handelt es sich nicht um zwei grundsätzlich unterschiedliche Haltungskonzepte, sondern um unterschiedliche deutsche Bezeichnungen, die im Zusammenhang mit dieser Otterart verwendet werden.

    Auch für die Otter sollen Wasserflächen, strukturierte Aufenthaltsbereiche und Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Solche Gestaltungselemente sind wichtig, weil die Tiere einen großen Teil ihres Verhaltens im und am Wasser zeigen und zugleich Bereiche benötigen, in denen sie sich Besuchern entziehen können. Der Zoo verweist bei dieser Art auf eine langjährige Haltungserfahrung. Damit fügt sich die Otterhaltung in das übergeordnete Konzept ein, verschiedene bedrohte Tierarten in einer thematisch zusammenhängenden Anlage zu präsentieren.

    Ein weiterer Bestandteil sind die Bali-Stare, für die eine sogenannte Entdecker-Voliere eingerichtet wurde. Besucher sollen die auffälligen Vögel dort aus vergleichsweise geringer Entfernung beobachten können und gleichzeitig Informationen über ihre Bedrohung und ihren natürlichen Lebensraum erhalten. Der Bali-Star gehört zu den besonders stark gefährdeten Vogelarten und wird seit vielen Jahren in zoologischen Einrichtungen gezüchtet. Gerade bei dieser Art zeigen Erhaltungszuchtprogramme, dass Zoos auch außerhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebietes einen Beitrag zum Erhalt genetisch stabiler Populationen leisten können.

    Rund 200.000 Euro Baukosten

    Die Baukosten für „Rivers of Sulawesi“ liegen nach Angaben des Grünen Zoos bei rund 200.000 Euro. Einen wesentlichen Teil der Finanzierung übernahm der Zoo-Verein Wuppertal über Patengelder. Bereits im März 2024 hatte der Verein das Projekt beschlossen und dabei das Motto „Wir schaffen Platz für die Elefanten“ verwendet. Damit war von Beginn an klar, dass die Anlage nicht isoliert betrachtet werden sollte, sondern Teil einer größeren räumlichen Neuordnung innerhalb des Zoos ist.

    Der notwendige Umzug der Hirscheber spielt bei dieser Entwicklung eine zentrale Rolle. Durch die Verlagerung ihrer bisherigen Haltung werden Flächen frei, die zukünftig für andere Tierbereiche genutzt werden können. Die Investition verbessert daher nicht nur die Unterbringung der unmittelbar beteiligten Arten, sondern schafft gleichzeitig Voraussetzungen für weitere Projekte. Das erklärt auch, weshalb der Zoo die neue Anlage ausdrücklich mit der zukünftigen Entwicklung seiner Elefantenhaltung verbindet.

    Die Finanzierung durch Patengelder zeigt zugleich, welche Bedeutung Fördervereine für zoologische Einrichtungen haben können. Viele Umbauten und Erweiterungen wären allein aus dem laufenden Budget eines Zoos deutlich schwieriger zu finanzieren. Patenschaften und Spenden ermöglichen es, zusätzliche Projekte umzusetzen oder geplante Modernisierungen schneller zu realisieren. Im Fall von „Rivers of Sulawesi“ flossen diese Mittel unmittelbar in eine neue Tieranlage, die sowohl der Haltung als auch der Besucherinformation dienen soll.

    Artenschutz sichtbar vermitteln

    Für Besucher dürfte die Anlage vor allem durch die Kombination unterschiedlicher Tierarten interessant sein. Statt eine einzelne Art isoliert zu präsentieren, werden Hirscheber, Otter und Bali-Stare innerhalb eines gemeinsamen thematischen Rahmens gezeigt. Wasserläufe, Suhlen, Volieren und Rückzugsbereiche sollen dabei nicht nur funktionale Bestandteile der Haltung sein, sondern gleichzeitig einen Eindruck von den Lebensräumen der Tiere vermitteln. Damit wird Artenschutz nicht nur auf Informationstafeln erklärt, sondern direkt mit der Tierbeobachtung verbunden.

    Gerade weniger bekannte Arten profitieren von einer solchen Präsentation. Während Elefanten, Tiger oder Menschenaffen vielen Besuchern bereits bekannt sind, dürften Sulawesi-Hirscheber oder Bali-Stare einem großen Teil des Publikums deutlich weniger vertraut sein. Eine moderne Zooanlage kann deshalb Aufmerksamkeit auf Arten lenken, die außerhalb zoologischer Einrichtungen kaum öffentliche Wahrnehmung erhalten. Entscheidend ist dabei, dass die Haltung nicht nur attraktiv aussieht, sondern tatsächlich den biologischen und verhaltensbezogenen Bedürfnissen der Tiere Rechnung trägt.

    „Rivers of Sulawesi“ verbindet damit Tierhaltung, Besucherbildung und langfristige Zooplanung. Die Tiere erhalten neue Bereiche, Besucher bekommen zusätzliche Einblicke in bedrohte Arten, und gleichzeitig werden an anderer Stelle Flächen für zukünftige Entwicklungen frei. Das Projekt zeigt damit beispielhaft, dass der Neubau einer Tieranlage mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen kann. Mit der Eröffnung am 12. September 2026 endet nun die Bauphase eines Projekts, dessen Auswirkungen innerhalb des Grünen Zoos noch über die eigentliche Anlage hinausreichen dürften.

    Quellen

  • Entlaufenes Bennett-Känguru im Kreis Warendorf: Was für Halter exotischer Tiere gilt

    Entlaufenes Bennett-Känguru im Kreis Warendorf: Was für Halter exotischer Tiere gilt

    Ein Känguru sorgt in Ennigerloh für Aufmerksamkeit

    Ein entlaufenes Bennett-Känguru ist im Kreis Warendorf wiederholt gesichtet worden. Nach den bisherigen Angaben bewegte sich das Tier im Raum Ennigerloh und Ostenfelde. Der Fall wirft damit nicht nur die Frage auf, wo sich das Känguru derzeit befindet, sondern auch, unter welchen Voraussetzungen exotische Tiere privat gehalten werden dürfen. Für Passanten ist vor allem entscheidend, Abstand zu halten und Sichtungen an die zuständigen Stellen weiterzugeben, statt das Tier selbst einzufangen.

    Keine bundesweit einheitliche Genehmigungspflicht

    Nach Angaben des Kreises Warendorf ist die Haltung exotischer Tiere in Deutschland nicht generell genehmigungspflichtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Haltung ohne weitere Anforderungen zulässig wäre. Maßgeblich sind neben der konkreten Tierart auch die jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften, mögliche kommunale Vorgaben sowie die Anforderungen des Tierschutzrechts.

    Für Kängurus, Affen, Reptilien und andere Wildtiere gelten daher nicht automatisch dieselben Regeln. Einige Arten können besonderen Anzeige-, Erlaubnis- oder Nachweispflichten unterliegen. Bei anderen Tieren steht stärker im Mittelpunkt, ob der Halter eine sichere Unterbringung, ausreichende Sachkunde und eine angemessene Versorgung gewährleisten kann. Nach den vorliegenden Angaben werden solche Fragen grundsätzlich einzelfallbezogen geprüft.

    Auch eine nicht generell genehmigungspflichtige Tierhaltung ist nicht rechtsfrei. Das Tierschutzgesetz verlangt, dass ein Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht wird. Dazu gehört bei einem bewegungsaktiven Tier wie einem Bennett-Känguru ebenso eine geeignete Gehegesicherung. Entweicht ein Tier dennoch, kann die zuständige Behörde den Einzelfall prüfen.

    Rechtliche Einordnung hängt vom Einzelfall ab

    Die rechtliche Einordnung exotischer Tierhaltung lässt sich deshalb nicht auf die Formel „erlaubt oder verboten“ reduzieren. Nach den vorliegenden Angaben werden solche Fragen grundsätzlich einzelfallbezogen geprüft.

    Für die Praxis bedeutet das: Wer ein exotisches Tier anschafft, sollte vor der Übernahme nicht nur den Platzbedarf und die Futterkosten klären, sondern auch die zuständige Veterinär- oder Ordnungsbehörde des Kreises Warendorf kontaktieren. Eine private Haltung, die formal möglich erscheint, kann an konkreten Haltungsbedingungen oder fehlender Sachkunde scheitern.

    Gerade bei Tieren mit hohem Bewegungsbedarf zeigt der Fall im Kreis Warendorf, dass eine sichere Unterbringung praktisch wichtig sein kann. Für Halter exotischer Tiere ist deshalb eine ausbruchssichere Anlage eine wichtige Vorsichtsmaßnahme.

    Anforderungen an die Haltung exotischer Tiere

    Die Haltung exotischer Tiere ist in Deutschland somit nicht pauschal verboten, aber auch kein gewöhnliches Hobby ohne besondere Verantwortung. Wer ein Wildtier privat hält, muss die für Art und Standort geltenden Vorschriften prüfen und die Unterbringung dauerhaft sicher organisieren. Bei Fragen zu einzelnen Arten entscheidet nicht die allgemeine Bezeichnung „Exot“, sondern die konkrete Rechtslage und die tatsächliche Haltung.

    Solange das Bennett-Känguru im Kreis Warendorf unterwegs ist, bleibt für die Bevölkerung vor allem die Meldung jeder Sichtung an die zuständigen Behörden wichtig. Für die grundsätzliche Debatte liefert der Vorfall eine nüchterne Lehre: Eine fehlende generelle Genehmigungspflicht ersetzt weder Sachkunde noch eine sichere Unterbringung. Weitere Einordnungen zur privaten Haltung exotischer Tiere zeigen, warum die konkreten Haltungsbedingungen bei jedem Einzelfall im Mittelpunkt stehen müssen.

  • Zoo Duisburg: Elefantenhaltung nach fast 90 Jahren vorerst unterbrochen

    Zoo Duisburg: Elefantenhaltung nach fast 90 Jahren vorerst unterbrochen

    Die drei Elefantenkühe Saiwa, Etosha und Daisy haben den Zoo Duisburg am 8. September verlassen. Jede der Elefantinnen wurde in einer eigenen Transportbox nach Polen gebracht. Ihr neues Zuhause befindet sich im Zoo Poznań in Posen. Damit endet am Kaiserberg zunächst eine fast 90 Jahre andauernde Phase der Elefantenhaltung. Seit 1937 gehören Elefanten zur Geschichte des Zoo Duisburg. Ob und wann die Haltung später wieder aufgenommen wird, ist derzeit offen.

    Abschied unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen

    Die Verladung begann bereits am frühen Morgen. Mitarbeiter des Zoos, spezialisierte Logistiker und ein großer Kran waren an dem Transport beteiligt. Besucher konnten den Ablauf nicht aus unmittelbarer Nähe beobachten, da der Bereich rund um das Elefantenhaus mit Bauzäunen abgesperrt worden war. Auch das Aquarium und das Elefantenhaus blieben während der Aktion geschlossen, um zusätzliche Unruhe für die Tiere zu vermeiden.

    Auf den Transport waren Saiwa, Etosha und Daisy bereits über mehrere Wochen vorbereitet worden. Die Tierpfleger intensivierten dafür das regelmäßige Training und gewöhnten die Elefantinnen gezielt an die notwendigen Abläufe. Dabei wurde auf die unterschiedlichen Charaktere der Tiere Rücksicht genommen. Saiwa verließ als erste Elefantin den Zoo, anschließend folgten Etosha und Daisy.

    Saiwa und Etosha waren 1996 gemeinsam mit dem Elefantenbullen Shaka aus Lissabon nach Duisburg gekommen. Daisy ergänzte die Gruppe im Jahr 2001. Shaka wechselte 2016 nach Wien. Nachwuchs gab es während der gemeinsamen Haltung der Tiere in Duisburg nicht.

    Alter der Elefantinnen spielte bei der weiteren Planung eine Rolle

    Alle drei Elefantenkühe sind inzwischen älter als 30 Jahre. Damit spielte neben den räumlichen Planungen des Zoos auch die zukünftige Unterbringung der drei älteren Tiere eine wichtige Rolle. Für die weitere Zucht sind die Tiere nach Angaben zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm nicht mehr vorgesehen. Als ein Grund gilt unter anderem ihr Alter, da eine Erstgeburt bei Elefanten in diesem Lebensabschnitt nicht mehr angestrebt wird.

    Im Mittelpunkt stand deshalb eine langfristig geeignete Unterbringung der bestehenden Gruppe. Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms fiel die Entscheidung auf den Zoo Poznań. Die dortige Elefantenanlage zählt nach Angaben des Zoo Duisburg zu den größeren und moderneren Anlagen Europas und verfügt über weitläufige Außenflächen, Wasserbereiche und Rückzugsmöglichkeiten.

    Für die drei Elefanten war außerdem entscheidend, dass die bestehende Gruppe zusammenbleiben kann. Saiwa, Etosha und Daisy wurden deshalb gemeinsam nach Polen gebracht.

    Ein solcher Transport ist bei Elefanten mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden. Die Tiere müssen frühzeitig an Transportboxen und Abläufe gewöhnt werden. Gleichzeitig müssen Gesundheitszustand, Verhalten und die sozialen Beziehungen innerhalb der Gruppe berücksichtigt werden. Der Umzug wurde deshalb über einen längeren Zeitraum vorbereitet und zwischen den Tierpflegern beider Zoos abgestimmt.

    Elefantenhaus macht Platz für neue Savannenanlage

    Hintergrund des Umzugs ist vor allem die zukünftige Nutzung des bisherigen Elefantenbereichs. Nach Angaben des Zoo Duisburg ist eine dauerhaft zukunftsfähige Haltung der drei Kühe am bisherigen Standort nicht möglich. Gleichzeitig soll auf dem Gelände eine neue Savannenanlage entstehen.

    Diese ist Bestandteil einer größeren Umgestaltung am Kaiserberg. Geplant sind neue Zooterrassen mit Gastronomie-, Veranstaltungs- und Verwaltungsbereichen sowie eine angrenzende Savannenlandschaft. Der Zoo hatte entsprechende Planungen bereits 2025 öffentlich vorgestellt.

    Der bisherige Elefantenbereich wird damit künftig anders genutzt. Die Entscheidung bedeutet jedoch nicht automatisch einen grundsätzlichen Ausstieg des Zoo Duisburg aus der Elefantenhaltung.

    Bereits frühere Angaben des Zoos machten deutlich, dass langfristig an anderer Stelle wieder eine moderne Elefantenanlage entstehen könnte. Auch Medienberichte über die Planungen sprechen davon, dass künftig erneut Elefanten am Kaiserberg gehalten werden sollen. Teilweise ist dabei von einer möglichen Haltung männlicher Tiere die Rede. Einen verbindlichen Zeitplan für eine solche Anlage gibt es bislang allerdings nicht.

    Damit ist die aktuelle Situation klar von einer endgültigen Aufgabe der Elefantenhaltung zu unterscheiden. Saiwa, Etosha und Daisy kehren nach den derzeit bekannten Planungen nicht nach Duisburg zurück. Sie erhalten in Poznań einen dauerhaften neuen Platz. Ob später andere Elefanten nach Duisburg kommen, hängt dagegen von der weiteren Entwicklung und Finanzierung einer neuen Anlage ab.

    Eine fast 90-jährige Tradition wird vorerst unterbrochen

    Für den Zoo Duisburg ist der Umzug dennoch ein deutlicher Einschnitt. Elefanten gehörten über viele Jahrzehnte zu den prägenden Tieren am Kaiserberg und waren für mehrere Generationen von Besuchern Bestandteil eines Zoobesuchs.

    Der Abschied der drei Elefantenkühe ist dabei nicht mit einer grundsätzlichen Abkehr von Elefanten in zoologischer Haltung gleichzusetzen. Vielmehr handelt es sich um eine Neuordnung des Tierbestandes im Zuge größerer baulicher Veränderungen und der europäischen Zuchtplanung.

    Saiwa, Etosha und Daisy leben künftig gemeinsam im Zoo Poznań. In Duisburg wird der bisherige Bereich dagegen für die geplante Savannenlandschaft umgestaltet. Nach fast 90 Jahren ist die Elefantenhaltung am Kaiserberg damit vorerst unterbrochen – ob zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Generation von Elefanten nach Duisburg kommt, bleibt offen.

    Quellen

  • Kobelt-Zoo Frankfurt sucht Ehrenamtliche für Tierpflege und Instandhaltung

    Kobelt-Zoo Frankfurt sucht Ehrenamtliche für Tierpflege und Instandhaltung

    Im Kobelt-Zoo in Frankfurt-Schwanheim haben rund 200 Tiere ein Zuhause gefunden. Viele von ihnen kamen nach schwierigen Vorgeschichten in den kleinen Tierpark und werden dort von einem überwiegend ehrenamtlich arbeitenden Team versorgt. Damit der kostenlos zugängliche Zoo seinen Betrieb auch künftig aufrechterhalten kann, werden nun weitere Helfer für die Tierpflege, handwerkliche Arbeiten und die Betreuung der Besucher gesucht. Unterstützung ist dabei nicht nur für regelmäßige Einsätze gefragt, sondern auch punktuell bei Veranstaltungen und anderen Aufgaben möglich.

    Ehrenamt als Grundlage des Zoobetriebs

    Geschäftsführerin Sylvia Schwind verbindet mit dem Kobelt-Zoo eine lange persönliche Geschichte. Sie wuchs mit dem Tierpark in Schwanheim auf und engagiert sich heute selbst für dessen Erhalt und Weiterentwicklung. Viele der dort lebenden Tiere wurden aufgenommen, nachdem sie aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren früheren Haltern bleiben konnten. Nach Angaben der Stadt Frankfurt stammen einige Tiere beispielsweise aus Beschlagnahmungen durch das Veterinäramt und haben vor ihrer Aufnahme im Kobelt-Zoo schwierige Haltungsbedingungen erlebt.

    Der Tierpark wird weitgehend ehrenamtlich getragen und erhebt keinen festen Eintritt. Dadurch können Familien, Schulklassen und andere Besucher den Zoo unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten besuchen. Dieses Konzept macht den Kobelt-Zoo zu einem niedrigschwelligen Freizeit- und Begegnungsangebot, stellt den Betreiberverein gleichzeitig aber vor besondere organisatorische und finanzielle Herausforderungen. Denn auch ohne Eintrittspreise fallen täglich Kosten für Futter, medizinische Versorgung, Reparaturen, Gehege und die Pflege des gesamten Geländes an.

    Helfer mit unterschiedlichen Zeitbudgets gesucht

    Die Aufgaben für freiwillige Helfer sind entsprechend vielfältig. Unterstützung wird beim Füttern und Versorgen der Tiere, bei handwerklichen Arbeiten und bei der Instandhaltung des Geländes benötigt. Hinzu kommen Führungen für Schulklassen sowie die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen. Interessierte müssen sich dabei nicht zwangsläufig an mehreren Tagen pro Woche verpflichten, denn nach Angaben des Zoos beziehungsweise der Stadt Frankfurt sind auch monatliche oder punktuelle Einsätze möglich.

    Wer nicht regelmäßig vor Ort mitarbeiten kann, hat ebenfalls Möglichkeiten, den Kobelt-Zoo zu unterstützen. Neben Geld- und Futterspenden können Interessierte beispielsweise Tierpatenschaften übernehmen. Gerade bei größeren Veranstaltungen ist der Verein zudem auf zusätzliche Helfer angewiesen, die das bestehende Team entlasten. Damit wird deutlich, dass der Betrieb des Zoos nicht allein von finanziellen Spenden, sondern in erheblichem Maße von der verfügbaren Arbeitskraft ehrenamtlicher Unterstützer abhängt.

    Bereits im Frühjahr 2026 zeigte sich, wie umfangreich die Arbeiten hinter den Kulissen sind. Ehrenamtliche bereiteten das Gelände auf die neue Saison vor, erledigten Reparaturen und begleiteten zahlreiche Tiere zu tierärztlichen Untersuchungen. Solche Aufgaben fallen zusätzlich zur täglichen Versorgung der Tiere an und müssen auch außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten organisiert werden. Ohne Menschen, die regelmäßig Verantwortung übernehmen und Zeit investieren, wäre ein vollständig ehrenamtlich getragener Zoobetrieb dieser Art kaum aufrechtzuerhalten.

    Kobelt-Zoo bei der Frankfurter Ehrenamtsmesse

    Neue Unterstützer möchte der Kobelt-Zoo nun unter anderem über die Frankfurter Ehrenamtsmesse erreichen. Dort können sich Interessierte über verschiedene Vereine, Projekte und Möglichkeiten für freiwilliges Engagement informieren. Für den Kobelt-Zoo bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, direkt mit potenziellen Helfern über konkrete Aufgaben, benötigte Fähigkeiten und den möglichen zeitlichen Umfang eines Engagements zu sprechen. Gleichzeitig kann der Verein dort Menschen erreichen, die sich grundsätzlich ehrenamtlich engagieren möchten, bislang aber noch nicht an eine Mitarbeit in einem Tierpark gedacht haben.

    Für den Kobelt-Zoo ist die Teilnahme deshalb mehr als reine Öffentlichkeitsarbeit. Entscheidend ist, tatsächlich zusätzliche Menschen für die praktische Arbeit im Tierpark zu gewinnen und damit das bestehende Team dauerhaft zu entlasten. Auch wer zunächst nur einzelne Aktionen unterstützen möchte, kann auf diesem Weg einen Einblick in den Betrieb und die anfallenden Aufgaben bekommen. Informationen zur Mitarbeit, zu Tierpatenschaften und zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten stellt der Kobelt-Zoo zusätzlich über seine eigene Website zur Verfügung.

    Die Ehrenamtsmesse ergänzt damit andere lokale Initiativen und Veranstaltungen in Frankfurt, bei denen unterschiedliche gesellschaftliche Projekte sichtbar gemacht werden. Für den Kobelt-Zoo steht dabei allerdings ein sehr konkreter Bedarf im Vordergrund: Es werden Menschen benötigt, die bereit sind, tatsächlich mit anzupacken. Gerade bei einem Betrieb, der weitgehend auf freiwilliger Mitarbeit basiert, entscheidet die Zahl verfügbarer Helfer unmittelbar darüber, welche Aufgaben zuverlässig erledigt werden können. Das betrifft sowohl die Versorgung der Tiere als auch die Pflege und Instandhaltung der gesamten Anlage.

    Kostenfreier Zugang braucht freiwillige Unterstützung

    Das Konzept des Kobelt-Zoos verbindet einen kostenfreien Zugang mit einem überwiegend ehrenamtlich organisierten Betrieb. Damit unterscheidet sich der Tierpark in Schwanheim in mehreren Punkten von größeren zoologischen Einrichtungen mit festen Eintrittspreisen und umfangreicher hauptamtlicher Personalstruktur. Gleichzeitig verschwinden die laufenden Kosten und Arbeitsaufgaben nicht dadurch, dass Besucher keinen Eintritt bezahlen müssen. Tierpflege, Futter, tierärztliche Versorgung, Reparaturen und die Unterhaltung des Geländes müssen unabhängig vom Finanzierungsmodell zuverlässig gewährleistet werden.

    Ehrenamtliche übernehmen deshalb einen wesentlichen Teil der täglichen Arbeit und tragen dazu bei, dass der Zoo sein Angebot aufrechterhalten kann. Die fachliche Verantwortung für die Tiere bleibt davon unberührt, doch ohne ausreichend Menschen für die vielen praktischen Aufgaben stößt ein ehrenamtlich geführter Betrieb schnell an seine Grenzen. Wer sich engagieren möchte, kann auf der Ehrenamtsmesse Kontakt zum Team aufnehmen oder den Zoo direkt über seine offizielle Website erreichen. Im Impressum wird für die Kontaktaufnahme die E-Mail-Adresse kobelt-zoo@web.de angegeben.

    Ob der Kobelt-Zoo auch langfristig kostenfrei zugänglich bleiben kann, hängt damit nicht allein von Spenden oder einzelnen Fördermaßnahmen ab. Ebenso wichtig sind Menschen, die bereit sind, ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und gegebenenfalls auch handwerkliche Fachkenntnisse einzubringen. Das Engagement kann je nach persönlicher Situation unterschiedlich umfangreich ausfallen und reicht von regelmäßiger Tierpflege bis zur punktuellen Unterstützung bei Veranstaltungen. Gerade dieses Zusammenspiel aus freiwilliger Arbeit, Spenden und langfristigem Engagement bildet die Grundlage dafür, dass der Kobelt-Zoo seine Arbeit in Frankfurt-Schwanheim fortsetzen kann.

    Quellen

  • Schwarzrückenaguti aus Leipzig zieht in den Zoo Duisburg

    Schwarzrückenaguti aus Leipzig zieht in den Zoo Duisburg

    Im Zoo Duisburg ist ein männliches Schwarzrückenaguti aus dem Zoo Leipzig eingezogen. Das südamerikanische Nagetier lebt jetzt in der Tropenhalle „Rio Negro“ und ist dort gemeinsam mit einem Gürteltier zu sehen. Die Anlage liegt gegenüber den Seekühen. Damit beherbergt der Zoo am Kaiserberg eine weitere Tierart.

    Neue Anlage für den kleinen Waldbewohner

    Für den Einzug wurde die Anlage nach Angaben des Zoos angepasst. Versteckmöglichkeiten, natürliche Strukturen und Bereiche für die Futtersuche sollen dem Aguti Abwechslung bieten und typische Verhaltensweisen unterstützen. Besucher können das Tier bereits in seinem neuen Zuhause beobachten, wobei sich die Aktivität vor allem auf die Tagesstunden konzentriert.

    Die Erweiterung passt zum thematischen Schwerpunkt der Rio-Negro-Anlage. Dort treffen verschiedene südamerikanische Tierarten aufeinander. Die Gesellschaft mit dem Gürteltier beschreibt dabei die gemeinsame Nutzung des Bereichs.

    Verwandt mit Meerschweinchen, aber deutlich größer

    Schwarzrückenagutis gehören zu den Nagetieren und sind mit Meerschweinchen verwandt. Anders als diese leben sie grundsätzlich als Einzelgänger. Charakteristisch sind der kompakte Körper, kräftige Hinterbeine und der dunkle Rücken.

    In freier Wildbahn ernähren sich Agutis unter anderem von Früchten, Samen und anderer pflanzlicher Nahrung. Sie vergraben zudem Nüsse und Samen als Vorräte.

    Das Schwarzrückenaguti kommt in Südamerika vor, insbesondere in Regionen Nordost-Brasiliens südlich des Amazonas und östlich des Rio Tocantins. Sein Lebensraum umfasst unter anderem Laub- und Regenwälder sowie Buschlandschaften. Nach Angaben des Duisburg-Journals erreichen die Tiere eine Körperlänge von ungefähr 60 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu rund 4,2 Kilogramm.

    Für Zoobesucher ist der Neuzugang damit nicht nur eine weitere Tierart im Bestand, sondern auch ein leicht zu übersehender Bewohner der Tropenhalle: Wer das Aguti sehen möchte, sollte gezielt in der Rio-Negro-Anlage gegenüber den Seekühen suchen.

    Quellen

  • „Elefant, Tiger & Kids“: Jugendliche erleben Zooarbeit zwischen Tierpflege und Artenschutz

    „Elefant, Tiger & Kids“: Jugendliche erleben Zooarbeit zwischen Tierpflege und Artenschutz

    Sechs Jugendliche tauschen in der dritten Staffel von „Elefant, Tiger & Kids“ die Schulbank gegen Schubkarre und Arbeitskleidung. Mila, Jóra, Vivian, Anton, Max und Jakob absolvieren ein vierwöchiges Praktikum in Zoos und Tierparks in Mitteldeutschland. Die Serie zeigt dabei nicht nur Fütterungen und Reinigungsarbeiten, sondern auch medizinisches Training, Tierarzttermine und den Umgang mit bedrohten Arten.

    Vom Zoopark Erfurt bis nach Leipzig

    Der Einstieg erfolgt im Zoopark Erfurt. Dort lernen die Jugendlichen die täglichen Abläufe kennen und werden schrittweise an praktische Aufgaben herangeführt. Zu den in der Staffel gezeigten Tätigkeiten gehören unter anderem die Vorbereitung von Futter, die Versorgung verschiedener Tierarten und die Unterstützung bei Untersuchungen. Auch die Zusammenarbeit mit Tierpflegern gehört zum Praktikumsalltag. Die Jugendlichen erhalten dadurch Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Zooarbeit.

    Weitere Stationen sind der Zoo Leipzig und der Amerika-Tierpark Limbach-Oberfrohna. Der Episodenguide nennt unter anderem die Fütterung von Elefanten, Einsätze im Flamingo-Haus, Aufgaben bei Geparden und Begegnungen mit Capybaras. In einer Folge geht es um einen Gen-Check bei Flamingos, bei dem die Jugendlichen einen Einblick in tiermedizinische Abläufe erhalten. Die Serie macht damit sichtbar, dass Tierpflege im Zoo weit über das reine Verteilen von Futter hinausgeht. Auch weniger sichtbare Arbeitsschritte werden dabei einbezogen.

    Medizinisches Training und Verantwortung für Tiere

    Besonders anschaulich wird der praktische Schwerpunkt beim medizinischen Target-Training mit der Gepardin Judy. Bei solchen Trainings lernen Tiere, bestimmte Abläufe freiwillig mitzumachen, damit Untersuchungen oder Behandlungen möglichst sicher und stressarm durchgeführt werden können. Für die Jugendlichen bedeutet das, genau zu beobachten, Anweisungen zu befolgen und die Grenzen ihrer eigenen Rolle zu verstehen. Dadurch wird der praktische Charakter des Praktikums deutlich.

    Auch der Flamingo-Blut-Check und die Versorgung verletzter Fledermäuse gehören zu den Themen der Staffel. Die Jugendlichen übernehmen dabei nicht eigenständig die Verantwortung für medizinische Maßnahmen, sondern erleben, wie eng Tierpflege, tierärztliche Betreuung und genaue Dokumentation zusammenhängen. Gerade diese Einblicke vermitteln ein realistischeres Bild des Berufs: Sorgfalt, Hygiene und Teamarbeit sind ebenso wichtig wie der unmittelbare Kontakt zu Tieren. Die Serie ordnet die Aufgaben damit in den Arbeitsalltag eines Zoos ein.

    Artenschutz wird praktisch erklärt

    Die Staffel verbindet den Zooalltag mit Fragen des Artenschutzes. Die Teilnehmer erfahren, wie Zoos bedrohte Tierarten unterstützen und wie Tiere auf ein Leben in geschützten Lebensräumen vorbereitet werden können. Dabei bleibt der Artenschutz nicht auf allgemeine Appelle beschränkt, sondern wird an konkreten Aufgaben und Tierarten erklärt. Die Jugendlichen begegnen dem Thema somit im Rahmen ihrer praktischen Tätigkeiten.

    Das ist für ein junges Publikum besonders relevant. Wer nur spektakuläre Tierbegegnungen sieht, bekommt schnell ein verkürztes Bild von moderner Tierhaltung. Die Serie setzt deshalb auch bei weniger glamourösen Tätigkeiten an: Futter vorbereiten, Gehege pflegen, Beobachtungen auswerten und bei tiermedizinischen Abläufen aufmerksam bleiben. Der praktische Nutzen liegt darin, dass die Zuschauer den Aufwand hinter der Versorgung und Betreuung von Zootieren nachvollziehen können. Zugleich werden die Aufgaben der Jugendlichen nicht mit einer vollständigen Berufsausbildung gleichgesetzt.

    Eine WG als zweite Ebene der Serie

    Neben den Tieren steht die Gruppe selbst im Mittelpunkt. Vier Wochen lang leben die sechs Jugendlichen gemeinsam in einer WG und müssen den Praktikumsalltag mit den Herausforderungen des Zusammenlebens verbinden. Aus einzelnen Bewerbern soll ein Team werden, das Aufgaben verteilt, Rückschläge aushält und Verantwortung übernimmt. Das Zusammenleben bildet damit eine zusätzliche Ebene der Serie.

    Der MDR berichtete zur Staffel, dass die Jugendlichen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands stammen und für die Dreharbeiten mehrere Zoos und Tierparks kennenlernten. Dadurch entsteht nicht nur eine Serie über Tierpflege, sondern auch eine Dokumentation über berufliche Orientierung und persönliche Entwicklung. Die Teilnehmer sehen verschiedene Einrichtungen und Arbeitsbereiche, ohne dass daraus automatisch ein vollständiges Berufsbild des Tierpflegers entstehen kann. Die Serie verbindet damit praktische Einblicke mit der Darstellung der Gruppe.

    Die dritte Staffel startete am 2. Oktober 2025 in der ARD Mediathek und bei KiKA. Mit ihren 18 Folgen führt sie vom ersten Tag im Zoopark Erfurt bis zur Abschlussprüfung. Für Zuschauer, die sich für Tiere oder eine Ausbildung im Zoo interessieren, liegt der Mehrwert vor allem in der Verbindung aus praktischen Aufgaben und verständlich erklärtem Artenschutz. Die Serie zeigt: Hinter jeder Fütterung und jeder Tierbegegnung stehen Vorbereitung, Fachwissen und ein Team, das die Verantwortung für die Tiere trägt.

    Tatsächlich verwendete externe Quellen: ["https://www.mdr.de/presse/etk_drehstart_dritte_staffel-100.html","https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/zoo-tiere-kinder-jugendliche-fernsehen-100.html","https://www.fernsehserien.de/elefant-tiger-und-kids/episodenguide/staffel-3/56748","https://www.ardmediathek.de/serie/elefant-tiger-und-kids/staffel-3/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi8xMDI3MWI4My04NGFiLTQwZmQtYWM5Yy01MmE2ZTc0YzM5YzE/3"]

    Quellen